Forschung

Das Orient-Institut Istanbul der Stiftung DGIA hat die Aufgabenstellung, historisch und gegenwartsbezogen angelegte Forschung in den Fachgebieten Turkologie, Osmanistik, Zentralasienwissenschaft, Islamwissenschaft, Iranistik und weitere regionalbezogene Forschungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften durchzuführen.

Gemeinsames Fundament ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit Quellenzeugnissen, Akteuren und Entwicklungen in der Region. Die Pluralität der disziplinären Ausrichtungen und Erkenntnisinteressen, welche die beteiligten Fachgebiete verfolgen, ermöglicht vielfältige Anknüpfungspunkte in der Region und ist für den Zuschnitt des Forschungsinstituts konstitutiv.

Forschungsprofil und temporäre Schwerpunktsetzungen in der Zusammenarbeit von historischen und gegenwartsbezogenen Ansätzen werden mit der Besetzung der vorgesehenen Positionen ausgestaltet und in Zukunft an Komplexität und Gewicht gewinnen. Derzeit stehen Geschichte (Anatolien in frühosmanischer Zeit, Recht und Minderheiten in spätosmanischer Zeit) und Linguistik (Türkei und türksprachige Welt) sowie die Migration in die Türkei im Vordergrund.

Das Institut agiert in Istanbul in einer dynamischen, türkisch und international hochkarätig besetzten Wissenschaftslandschaft und sichert die Verbindung und Zusammenarbeit mit akademischen Institutionen und Persönlichkeiten in Istanbul und der Region.

Neben der Förderung individueller Forschungsvorhaben und wissenschaftlicher Weiterqualifikation unterstützt und gestaltet das Institut den Aufbau von Forschergruppen und fachübergreifenden Forschungszusammenhängen auch unter Einsatz von Drittmitteln.

Arbeitstreffen, Kolloquien und Konferenzen resultieren aus dieser Arbeit und dienen unter anderem dem Ziel, bisher nicht vernetzte Wissenschaftler und Institutionen in die Kommunikation und Zusammenarbeit zu integrieren.

Praktikanten, Stipendiaten, befristet angestellte entsandte Wissenschaftler, Post Docs aus der Region und Gastwissenschaftler/innen bereichern das Forschungsgeschehen, unterstützen die Internationalität der Teams und fördern wissenschaftlichen Nachwuchs.

Die regelmäßige Veranstaltung von Abendvorträgen etabliert das Institut als einen öffentlichen akademischen Ort.